8. Juli 2014

Midsommer in Schweden Tag III: Örebrö -> Örnsköldsvik

Wir schliefen erstmal ordentlich aus und stellten uns dann an eine stark befahrene Straße mit Ampel um den ersten Lift des Tages einzutüten.

Nach etwa 20-minütiger Wartezeit nahm uns ein Schwede mit, der gebürtig aus Eritrea stammt. Er klärte uns während der ca. 1 stündigen Fahrt nach Västeras über die Schattenseiten seines Landes auf. Laut seiner Aussage ist Eritrea ähnlich wie Nordkorea, ein ekelhafter von Propaganda beherrschter Staat. Die Einwohner Eritreas dürfen das Land für Urlaube, Reisen etc. nicht verlassen bevor sie 37 Jahre alt sind. Sick shit!
Wir stiegen in Västeras bei einem Mäcces aus und streckten nach einem kurzen Shoppingaufenthalt im COOP auch schon alsbald den Daumen raus!
Wir wurden von zwei Männern mitgenommen und 30km weiter an einer Haltebucht rausgelassen. Wenig später nahm uns von dort aus ein Mann mit in Richtung Gävle, welches ca. 80km nördlich von Stockholm direkt an der Küstenautobahn liegt.
Hier stiegen wir auf einer Autobahnraste aus und überquerten die Brücke um auf die andere Seite zu kommen. Die Raste war - wie es recht häufig in Italien üblich ist - über die Autobahn gebaut, so dass man durch die Restaurants auf die andere Seite laufen konnte.
Hier nahm uns ein älteres schwedisches Paar ca. 60km weiter in Richtung Norden mit.

Auf der nächsten Raste nahm uns nach 2 minütiger Wartezeit ein fußballbegeistertes Pärchen mit nach Haernosand. Wir chillten noch kurz 2 Minuten an einem See, der direkt an der Raste lag und lauschten danach der schwedischen Radioübertragung des Spiels Niederlande - Australien!

Der See!


Dort ausgestiegen, hielten wir nicht lange den Daumen an der Landstraße raus und schon nahm uns Tina - eine typisch blonde gutaussehende Schwedin - mit nach Örnsköldsvik.
Sie wollte unbedingt noch ein Foto von uns schießen und so ließen wir uns doch gerne vor ihrem Auto ablichten!


Mittlerweile war es Abend geworden und auch recht frisch im hohen Norden. So beschlossen wir uns von einer Tanke in Örnsköldsvik von 2 noch relativ jungen - leider nicht sonderlich gutaussehenden - Schwedinnen ca. 20km in nördliche Richtung fahren zu lassen um unser Zelt im Wald aufzuschlagen.

Wir stiegen bei einem Campingplatz aus, ließen diesen natürlich links liegen und marschierten in einen typisch nordschwedischen Kiefernwald mit auf dem Waldboden wachsenden Blaubeeren und Flechten.


"Nachts" taghell im Wald



Feuerholz?



Wie man den Fotos entnehmen kann, ist es 00:41h Ortszeit und trotzdem noch taghell im Wald! Jeiler Scheiss man, Midsommer ALLEZ!


 Route Tag III: Örebrö - Örnsköldsvik



2. Juli 2014

Midsommer in Schweden Tag II: Malmö -> Örebrö

Total tiefenentspannt standen wir am nächsten Mittag auf und marschierten erstmal zurück auf die Raste. Auf dem Weg dorthin kamen uns zwei andere Tramper entgegen die für ca. einen Monat einfach ohne konkretes Ziel nach Süd-Ost-Europa trampen wollten! Nice!
Nach einem kurzen Palawer gingen wir erstmal zu Pizza Hut frühstücken. Hier erwartete uns ein All-you-can-eat Buffet mit Pizza, Salat, Getränken und Eis inklusive für schlappe 9,50€. Dies dürfte wohl für schwedische Verhältnisse ein absoluter Spottpreis sein!

Fresserei bei Pizza Hut


Wir konnten gar nicht genug konsumieren und hingen deshalb insgesamt schlanke 2 Stunden im Pizza Hut ab.
Danach ging es auf die Tanke, hier erstmal schön in zwei Liegestühlen chillen und nebenbei den nächsten Lift shaven.
'sn9ke' machte den nächsten Lift namens Robert in einem AMG-tuned Mercedes klar. Robert fuhr auch mal ganz entspannt 500km bis nach Örebrö und wir setzten uns dankend in seine Karre.
Auf der Fahrt erzählte er uns über die "Svensk-Classics", die aus 4 Wettbewerben (Radfahren, Schwimmen, Laufen & Skilanglauf) bestehen.
Er hat bisher 3x an der Radrundfahrt um den Vätternsee teilgenommen und die 350km lange Strecke einmal in 10 Stunden und zwei Mal in 12 Stunden absolviert! Stattlich stattlich!
Er fuhr sogar noch einen kleinen Umweg um uns den Start des Radrennens direkt neben dem See zu zeigen.
Am Ende hielt er sogar noch kurz für uns an einem Einkaufszentrum an, so dass wir uns mit allerlei Würsten für den heutigen Abend eindecken konnten.

Gegen 20h stiegen wir in Örebrö aus und marschierten wie am Vortag wieder in den Wald um zu zelten, Feuer zu machen und zu grillen.

Vorher quetschte sich 'sn9ke' noch professionell in ein altes Dreirad was auf unserer Tanke stand.


Ist das tight!




Zelt, Wald & Feuer



Route Tag II: Malmö - Örebrö


29. Juni 2014

Midsommer in Schweden Tag I: Hamburg -> Malmö

So, dann mal los!
Um 14h stellten wir uns in Hamburg-St.Ellingen an die Straße und mussten erstmal fast ne Stunde warten bis uns endlich jemand mitnehmen wollte!
Dann aber direkt ab nach Neumünster und von da aus weiter auf die letzte Raste vor der dänischen Grenze!
Die Lifts am ersten Tag waren allesamt leider ziemlich unspektakulär. Ganz cool war der letzte Lift, ein Rentnerpärchen aus Ostdeutschland in ihrem nigelnagelneuen Wohnmobil, die sich von vorne bis hinten gut eingeschissen haben bzgl. "MACHT JA KEINE KRATZER DIE KISTE IS NOCH KEINE 1000km GELAUFEN usw..."
Während ihnen gut der Stift ging ließ 'sn9ke' sich aber nicht lumpen und laberte das alte Gammelfleisch erstmal schön voll so à la "Na wo gehts denn noch hin?" oder "Wo seid ihr denn sonst schon überall gewesen?".
Nach 20 minütiger Fahrt über die Öresundbrücke waren sie uns dann auch endlich los. Diesmal brauchten wir ca. 8,5 Stunden von Hamburg bis nach Malmö. Es war nun schon so gegen 22/23h und wir hatten das erste Zwischenziel - die schwedische Grenze zu passieren - erreicht. Entspannt marschierten wir auf einer Raste bei Malmö schön in den Wald um unser Zelt aufzuschlagen, Feuer zu machen und zu grillen.

Im kleinen grünen Flitzer!



Zelt im Wald


    Der Grill brennt       

                         

Route Tag I: Hamburg - Malmö


11. Juni 2014

Report Februar & Midsommer live am Polarkreis

Ja ich weiß, letzter Post schon wieder ne halbe Ewigkeit her, brauchen wir nicht drüber zu diskutieren. Gründe hierfür sind Uni-Grind-Lernen-Klausur-Grind-bla!
Also ums kurz zu fassen, ich hab im Mai gut was geschafft sowohl grind- als auch unitechnisch.
Bevor ich dann endlich mal zum Monatsreview für Februar komme, will ich noch ein paar Worte zur Midsommernacht loswerden.
Nächsten Montag ist es soweit! Dann wird eine noch ausstehende großartige Sache auf meiner To-Do-Liste angegangen! Seit Jahren wollte ich mir immer schonmal die Sommersonnenwende (in Schweden Midsommer genannt) in der Nacht vom 21. auf den 22. Juni live angucken und mich vom Mythos der 24h Stunden lang nicht untergehenden Sonne selbst und live vor Ort überzeugen.
Kurze Cliffs dazu, am Montag gehts mit 'sn9ke' (Kollege aus alten Counter-Strike Zeiten) aus Hamburg per Daumenexpress einfach nur nach fucking Norden dem Polarkreis entgegen. Eventuell gönnen wir uns noch einen kurzen Zwischenstopp in Stockholm, je nach dem wie gut wir vorankommen... Trampen ist in Skandinavien aufgrund der niedrigen Verkehrsdichte nicht ganz so leicht wie im restlichen Europa, von daher müssen wir ordentlich pressen, denn wir wollen allerspätestens zur Midsommernacht soweit oben sein wie es eben geht! ICK FREU MIR DRUFF!
Livereporting wirds leider nicht geben aus dem einfachen Grund, dass wir einfach kein Internet zur Verfügung haben.
Ihr könnt aber sicher sein, dass ich euch nachträglich mit dem feinsten Shit von dieser Tour versorgen werde!

So dann auch mal schnell rübergeschwenkt zum Monat Februar. Ich hab es auf insgesamt 27.016 Hände gebracht. Wie ihr an der Handanzahl seht, ging es ordentlich zur Sache! Geil war auch in diesem Monat mein erster kurzer Ausflug auf NL10k. Ich hatte meine Session eigentlich schon lange beendet und mich der alltäglichen FIFA14-Teamspeakzockerei hingegeben, da schaute ich nochmal in die Pokerstars-Lobby und sah wie sich zwei peruanische Fische auf NL10k duellierten. Schnell als erster in die Warteliste und dann hieß es erstmal lange warten, denn die zwei pressten sich für 2-3 Stunden die Scheisse aus dem Leib. Schlussendlich saß dann der größere Fisch von beiden mit einem Reststack von ca. 4600$ am Tisch als ich endlich ran durfte.
Es war mittlerweile morgens um halb 6 und ich war auch schon ziemlich müde, weshalb ich mir zunächst nicht sicher war ob es tatsächlich eine gute Idee ist das Match zu spielen.
Dennoch war die Motivation riesig und es ging auch gleich mächtig in die Vollen.

Hier mal ein paar interessante Hände aus dem Match:

http://weaktight.com/6777163 - erste Hand gleich mal so BÄÄÄÄM
http://weaktight.com/6777169 . Weiter immer weiter...
http://weaktight.com/6777171 - So wie es eben immer ist wenn man mal höher spielt....
http://weaktight.com/6777173 - Final Hand - ON YOUR BIKE - bring more Peruvians!

Zum Glück hatte ich den Frosch dann nach exakt 7 Minuten und 38 Sekunden gelöscht und ihm wunderhübsche 4600$ aus den Rippen gepresst. Hat wirklich Spaß gemacht, auch wenn man es natürlich immer in Kauf nehmen muss auf diesen Stakes für einen großen Pot von einem 2-Outer genommen zu werden. That's Poker folks!


Hier noch andere interessante Hände aus dem Monat Februar:

http://weaktight.com/6777176 - WTF?
http://weaktight.com/6777183 - 93% am Turn - ZACK REIN DEN SAFT!!
http://weaktight.com/6777195 - Jo is richtig my friend :D

Zum Abschluss gibts noch den derzeitigen Stand des VPP-Counters auf Pokerstars: 36.823. Also noch ein ordentliches Stück Arbeit bis zum Supernova aber da ich in der ersten Jahreshälfte gut unterwegs war, war mir klar, dass ich bis Ende Juni nicht mehr als 40.000 Pkte erspielen kann. Die40k schaffe ich aber trotz des Midsommer-Trips. Also IMMER WEITER VOR!

6. Mai 2014

EPT Grand Final Monte Carlo: Letzte Session & Fazit!

Eine letzte ziemlich kurze Session habe ich zum Ende des EPT Grand Finals Monte Carlo dann doch noch gespielt. Die Session fand an EPT Main Event Tag 3 statt, wo die gesamte Action schon deutlich zurückgegangen war.
Nachmittags liefen insgesamt gerade mal noch ca. 4-5 Cashgametische. Ich fand ziemlich schnell an einem 2/5€-Tisch Platz der zwar nicht superfishy aber ganz in Ordnung war.
Es befanden sich keine wirklich guten Spieler daran aber auch nur ein richtiger Fisch. Ich spielte während der kurzen Session nur einen größeren Pot, in dem ich glücklicherweise Heads Up gegen den einzigen Fisch kam und ihn auch ordentlich bluten ließ.
Ich openraiste A3s aus MP3, alle andern folden und der Fisch im Big Blind called. Der Flop kommt AK5-rainbow und ich bette 20€ in einen 30€ Pott. Der Fisch called diese Bet und am Turn kommt eine 7. Ich bette nun 55€ in einen 70€ Pott und er called erneut. Am River kommt eine 3, die mich zu Twopair improven lässt.
Da seine Range durch den Cardremovaleffekt wohl deutlich häufiger einen König als ein Ass beinhaltet, will ich nicht zu groß betten um definitiv noch Value von seinem 2nd Pair zu bekommen. Ich entschließe mich nach kurzem Überlegen 110€ in einen 180€ Pot zu betten. Der Fisch called auch ziemlich schnell und mucked nachdem er sich meine Karten angesehen hat.
Das war eigentlich auch schon der einzig nennenswerte Pott und nach ca. 1,5h schloss ich diese Session mit einem Plus von 64€ ab was einem Gesamtprofit von exakt 2100€ auf den Euro genau entspricht.

Insgesamt lässt sich sagen, dass die Games in Monte Carlo - wie zu erwarten - deutlich softer waren als z.B. bei der EPT Wien.
Der Grund dafür wird sein, dass gerade an der Côte d'Azur bzw. in Nizza, Monaco & Cannes doch einige reiche Leute wohnen, die pokertechnisch nicht allzuviel anbieten und dann natürlich schönes Deadmoney sind.
Außerdem scheuen sich viele gute Regulars vor den horrenden Hotelpreisen in Monaco und sind dementsprechend auch nicht all zu zahlreich an den Tischen zu finden.

Monaco von der Seite



Ich werde dieses Jahr definitiv auf keiner EPT mehr zu anzutreffen sein, da ich nach wie vor nicht die ganz große Lust auf Livepoker habe. Da die EPT mit Abstand die toughste Turnierserie ist, wirkt sich das dementsprechend auch auf das Niveau der Cashgames aus.
Die einzigen EPTs, die meiner Meinung nach für Cashgames profitabel zu spielen sind, dürften wohl Barcelona, Sanremo & Monte Carlo sein.
London soll der toughste Stop überhaupt sein, Deauville hat in Frankreich staatlich reguliert 4% uncapped Rake, Prag war mir vor 2 Jahren durch die ganzen Osteuropäernits schon zu solide und Wien war mit Abstand das toughste was ich an Livecashgames je gesehen habe.
Definitiv angucken werde ich mir dieses Jahr sicher noch in Campione d'Italia die Italian Poker Open, wenn nicht im Juni zur nächsten Ausgabe, dann definitiv im Oktober zur übernächsten Ausgabe.
Darüberhinaus könnte es durchaus Sinn machen auch mal eine Casinos Austria Poker Tour (kurz: CAPT) zu testen, aber wahrscheinlich wird es dort auch recht solide zugehen.


Monaco von oben




Casino Sanremo




EPT Grandfinal Monte Carlo - Result:

+2100€ (6,5h Spielzeit)

2. Mai 2014

EPT Grand Final Monte Carlo: La vie est belle!

Am nächsten Tag ging es wieder recht pünktlich gegen 13h nach Monte Carlo ins Casino. Meine Freundin vertrieb sich während meiner Session die Zeit mit surfen und schreiben von Postkarten.
Ich bekam direkt an einem neu eröffneten 2/5€-Tisch Platz, der wieder mal nur so semigut war. Es saß zwar kein wirklich guter Spieler dran, aber dafür auch nur 1-2 weichere Spieler. Ich hatte zwar direkte Position auf einen der Weichlinge, aber direkt links von mir saßen zwei super callfreudige Affen, so konnte ich kaum light isoraisen geschweige denn mal Heads Up in einen Pot in Position gegen den Fish kommen.
Also wieder mal eher nicht so nice und definitiv Zeit aufzustehen als der Fish rechts von mir zu meiner Verwunderung an einen 10/25€-Tisch wechselte.
Ich wurde glücklicherweise im gleichen Atemzug für einen 5/10€-Tisch aufgerufen.
Dieser Tisch war auch wieder nicht unbedingt supergut, bestückt mit einigen Nits, dem "Zonk-Libanesen" von gestern und noch einem weiteren nicht ganz so soliden Spieler.
Nachdem ich an dem 2/5€-Tisch keinen einzigen Pot gewinnen konnte und schon wieder so ca. 150€ runtergeblindet hatte, lief es am 5/10€-Tisch auch nicht sonderlich besser.
Ich spielte einige, nicht weiter erwähnenswerte Pötte, bis ich nach einem UTG Open mit TT aus MP 35€ flatcalle. Der "Zonk-Libanese" am BU called ebenfalls und ein sehr deeper ziemlich guter Spieler squeezed aus dem BB auf 105€. Der ursprüngliche Raiser called, ich jumpe ebenfalls auf Setvalue mit in den Pott und der "Zonk-Libanese" called ebenfalls.
Somit gehen wir 4way zum Flop und im Pot liegen bereits 425€. Der Flop kommt mit JT3-rainbow sehr nice für mich runter und ich entschließe mich nach 2 Checks vor mir mit 325€ recht groß zu betten. Der Libanese will wissen wieviel ich noch behind habe und tankfoldet dann aber doch. Der gute sehr deepe Spieler, der Preflop gesqueezed hat called erstaunlicherweise und der initial Preflopraiser foldet.
Somit hat der Pot bereits 1075€ und der Turn ist ein weiterer Jack. Er checkt nun zu mir und ich schiebe meine restlichen 580€ all-in. Er snapfoldet recht schnell.
Im Nachhinein wohl ein ziemlich großer Fehler von mir, nach diesem Turn nicht behind zu checken.
Seine Range beinhaltet wohl die 3 Overpairs QQ, KK & AA, sowie etliche Jx-Hände und einige Draws wie AK, AQ, KQ, Q9 oder 98.
Gegen die Overpairs macht die Line keinen Unterschied, da diese höchstwahrscheinlich sowieso folden werden, Jx-Toptrips stacke ich sowieso, aber die geplatzten oder auch gehitteten Draws könnten sehr wahrscheinlich am River bluffen bzw. valuebetten.
Somit muss ich da mit dem Fullhouse definitiv immer behind checken.
Das war auch schon die einzig große Hand der Session und nachdem der einzige richtige Weichling aufstand, beschloss auch ich nach 2,5 Stunden Spielzeit mit einem Plus von 531€ zu quitten.
Einfach genau richtig so, sich die unprofitablen Tische nicht länger zu geben bzw. total braindead 10 Stunden zu grinden weil LOL grinden!
Ganz easy den Value mitnehmen und sich die Regs mit ihren vollgeschissenen Unterhosen battlen und totgrinden lassen!
Wir nutzten den freien Spätnachmittag für einen leckeren Kaffee mit New York Cheesecake und schauten uns das Grimaldischloss in Monaco an.


Yachthafen mit Formel 1-Tribüne Monte Carlo



La vie est belle!




EPT Grandfinal Monte Carlo - Standing:

+2036€ (5h Spielzeit)

28. April 2014

EPT Grandfinal Monte Carlo: Zonk für den Libanesen!

Nachdem ich die EPT Sanremo aufgrund von chronischer Unlust auf Livepoker ausfallen ließ, komme ich um das EPT Grandfinal in Monaco nicht drumherum. Dieser Trip war seit längerem mit meiner Freundin zusammen gebucht und somit spielt die Livepokerei hier auch nur eine sehr untergeordnete Rolle.
Von daher wird das also ganz lässig angegangen, wenn die Lust auf Livepoker da ist, wird ne Runde gepokert ansonsten FICK DICH WEG!

Am Freitag Abend in unserem Hotel angekommen, beschlossen wir nach recht wenig Schlaf an den vorhergehenden Tagen, erstmal pennen und zu gehen und schliefen dekadente 15 Stunden durch bis zum nächsten morgen!
Nun war das Kribbeln aufgrund des ganz in der Nähe stattfindenden EPT Grandfinals doch zu spüren und so fuhren wir gemeinsam die 15 Minuten rüber nach Monaco um uns mal anzuschauen was da so läuft.
Dort angekommen, war die Ernüchterung groß, gegen 18h waren die Wartelisten für alle Limits unfassbar lang, so dass man gut und gerne 3-4 Stunden Wartezeit mitbringen musste.
Darauf hatte ich natürlich absolut gar keine Lust und so fuhren wir kurz entschlossen die 25km nach Nizza und drückten uns nach einem Stadtbummel leckere Steaks hinter die Kiemen.
Am Sonntag wollte ich es dann aber wissen: So gegen 10h aufgestanden, bisschen rumgechilled, fuhr ich gegen 13h rüber nach Monaco.
Die Wartelisten waren diesmal sehr kurz, da die Tische erst nach und nach geöffnet wurden. Ich bekam ziemlich schnell einen Platz an einem 2/5€-Tisch, der allerdings mal wieder die reinste Frechheit war. Drei solide Schweden, ein solider Deutscher, zwei solide Randoms und ein älterer Franzose, der Preflop wohl ein bisschen zu viel called.
Wir ihr merkt, kam erstaunlich oft das Wort "solide" vor. Einfach zum Kotzen!
Da ich aber noch auf der Warteliste für 5/10€ stand und kurz danach aufgerufen wurde, hatte das Trauerspiel am 2/5€-Tisch auch ziemlich schnell ein Ende.
Der 5/10€-Tisch war deutlich besser zu spielen. Hier saß ein älterer Italiener am Tisch, der gerade so die Regeln kannte und absolut nichts gerafft hat, dazu noch 2 Supernits, 1 Grieche der viel zu loose und aggressiv war und dann noch 2 eher unsolidere Libanesen sowie 1 gehirntoter Franzose.
In meiner ersten großen Hand limped ein Libanese UTG und ich isoraise UTG+1 mit AA. Der zu loose Grieche hinter mir called und ein weiterer Spieler sowie der UTG-Limper callen. Wir gehen also 4way zum Flop, der mit K45-rainbow runterkam. Der UTG-Limper checkt und ich bette 150€ in einen 200€-Pott. Der Grieche hinter mir snapcalled und die anderen beiden folden. Der Turn ist eine ziemlich ungefährliche 2. Ich bette nun 350€ in einen Pott von 500€ und der Grieche snapped erneut. Der River paired das Board mit einer weiteren 4 und ich schiebe meine restlichen 530€ all-in.
Call! Der Grieche called recht schnell und ist nicht besonders happy meine Aces zu sehen. Er meinte dass er wohl AK gehabt hätte und das nie und nimmer folden könnte. Schönes Ding erstmal!
In meiner nächsten großen Hand, ist der Pot gelimped und ich fülle mit Jd 5d aus dem SB auf.
Der Flop kommt Qd 8d 3s, ich entschließe mich nicht zu donken, sondern check/calle eine Potsizebet von 45€ in einen 40€ Pott des Libanesen, der am Button sitzt.
Der Turn ist eine Th, ich improve somit zu einem Gutshot und check/calle erneut 85€ in einen Pot von 130€.
Der River ist eine 9d, somit kommt eine Onecardstraight an und ich mache meinen Flush.
Nun bette ich von vorne Potsize mit 300€ falls er doch mal einen Jack hat, sein Toppair würde er vermutlich gegen eine kleinere Bet sowieso nicht callen.
Nun tanked er recht lange und fragt sich die ganze Zeit "Why so much...? Why so much...?" Dann wirft er endlich die 300€ in den Pot und mucked ernüchtert sein Toppair.
Danach entflammt eine kleine Diskussion zwischen dem Griechen und dem Libanesen ob es denn in Ordnung wäre eine Potsizebet am River zu callen. Der Libanese beendet die Diskussion recht schnell und begründet seinen Call damit, dass ich so groß gebettet habe und er glaube ich würde dies niemals mit einer Straight oder einem Flush machen. Wie gerne hätte ich in diesem Moment ein Nippelboard vor mir gehabt und ihm einmal ganz laut das ZONK-Geräusch von "Geh aufs Ganze" abgespielt. Schade, leider falschgedacht :( next time maybe!

Nachdem der gehirntote Italiener zweimal gelöscht wurde, gehen die Spieler an meinem Tisch nach und nach afk, so dass wir irgendwann nur noch zu zweit am Tisch saßen und dann auch beschlossen Pause zu machen.
Nach einem 30 minütigem Chillout ist mein Tisch komplett neu besetzt und nicht mehr wirklich fishy.
Daher beschließe ich die Session nach 2,5 Stunden mit einem Plus von 1505€ zu beenden.
Im Anschluss machten wir uns noch einen schönen Abend bei hervorragender Pizza und sehr leckerem Eis in Sanremo!

EPT Grandfinal Monte Carlo - Standing:

+1505€ (2,5h Spielzeit)